ATELIER FÜR RESTAURIERUNGEN                                                                                

   

Die Sänfte aus den Spiegelsälen des Stadtschlosses Fulda ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Ausstellungssituation auf ein Restaurierungskonzept auswirken kann. Die durchzuführenden Maßnahmen in den historischen Räumen und der Zustand der Sänfte im Jahre 2014 veranlasste das Vonderau Museum Fulda, welches auch für die Ausstattungen des Fuldaer Stadtschlosses zuständig ist, dazu das Atelier für Restaurierungen zu beauftragen mögliche Restaurierungskonzepte auszuarbeiten um die Sänfte weiterhin in den historischen Räumen ausstellen zu können. Die Sänfte gehörte wohl der Freiherrin Maria Eva Antoinette von Boineburg, 1707 als eine Zobel von Giebelstadt geboren und im Januar 1730 vermählt mit Philipp Christoph von Boineburg zu Lengsfeld, einem kurmainzischen Kammerherrn und Oberamtmann in Amöneburg. Bevor die Sänfte in den 1960er Jahren der Stadt Fulda übergeben wurde, war sie im Besitz der Familie von Görtz aus Schlitz. Wie sie davor in den Besitz der Familie von Görtz kam ist nicht bekannt. Die Ausstellbarkeit einer Sänfte aus den historischen Räumen des Stadtschlosses Fulda war durch große Schäden gefährdet und mit der Gefahr weiterer Schäden verbunden. Das stark geschädigte Dach und fehlende Glasscheiben führten in der Vergangenheit immer wieder zu Beschädigungen und Verschmutzungen. Um dieser Gefahr zu begegnen wurde neben den konservierenden Maßnahmen, Ergänzungen eingefügt und durch Einweisung der Mitarbeiter eine bessere Kontrolle der Ausstellungssituation geschaffen.

 

 

 

   
© Büchner